North West Trip – los geht’s

22 09 2006

Ja, es ist soweit, in genau zweieinhalb Stunden (8 Uhr morgens) geht es los auf den Northwest-Trip. Dieser 10-Tages-Trip wird jedes Semester von der Uni für die Study-Abroad Studenten organisiert und erfreut sich jedes Mal extrem hoher beliebtheit. Warum? Hier das Programm:

  • Tag 1: Busfahren ab 8 Uhr morgens bis abends nach Northhampton (500km). Dazwischen: Sheep Stations, Fischerstadt Dongara, Hafenstadt Geraldton
  • Tag 2: Busfahren ab 7 Uhr morgens. Kalbarri Nationalpark und Murchison River Gorge. Danach an den Shark Bay (Weltkulturerbe)
  • Tag 3: Abfahrt 7 Uhr. Besuch am Monkey Mia, schwimmen mit Delphinen. Tag am Strand. Fischerstadt Denham, Shell Beach.
  • Tag 4: Hamelin Pool Stromatolites, Obstanbaugebiet Carnarvon. Abends Fahrt nach Coral Bay / Ningaloo Reef
  • Tag 5: Ein ganzer Tag am Coral Bay. Schwimmen und Schnorcheln im Ningaloo Reef, dem größten Korallenriff der Westküste
  • Tag 6: 8 Uhr Abfahrt in Richtung Inland, sprich: Outback. Hamersley Range, ein ca. 3 Milliarden Jahre altes Gebirge. Erwartete Temperatur: 34 Grad Celsius
  • Tag 7: Karajini National Park. Einer der schönsten Nationalparks Westaustraliens, mit jeder menge „Pools“ und (warmen) Wasserfällen.
  • Tag 8: Beginn der Rückreise, über die alte Minenstadt Newman.
  • Tag 9: Weitere Minenstädte, Outback, über nacht in der Wongaro Station (sheep and cattle station)
  • Tag 10: Rückreise, Ankunft, ca. 18:00 Uhr

Zurückgelegte Strecke während dieser Zeit: ca. 3200 km

Wie man sich denken bin ich schon extrem ‘excited’, auch wenn schon halb 6 morgens ist und ich noch nicht geschlafen habe (es ist Donnerstag, sprich: Tavern). Aber morgen ist ja eh der ganze Tag Busfahren angesagt. Ich werde meine schicke Augenbinde, die ich noch vom  Flug habe, mitnehmen und mir im (hoffentlich nicht allzu engen) Bus ein paar Stündchen Schlaf gönnen. Die nächsten zehn Tage wird hier also nichts mehr passieren, danach allerdings um so mehr. Man darf gespannt sein. Ich bin es auf jeden Fall schon.
Bis die Tage,

Fitsch





Zusammenfassung, die Zweite

20 09 2006

Wie versprochen hier nun die weitere Zusammenfassung was hier so alles passiert ist.Als erstes Mal mein Stundenplan, damit ihr auch immer wisst wo ich gerade bin:

  • Montag:
    • 11:30 – 13:30 Human Computer Interaction (Lecture)
  • Dienstag:
    • 10:30 – 11:30 Communication, Technology & Policy (Lecture)
    • 12:30 – 13:30 Human Computer Interaction (Lecture)
    • 15:30 – 17:00 Communication, Technology & Policy (Workshop)
  • Mittwoch:
    • 13:30 – 14:30 Principles of Management (Lecture)
    • 16:30 – 18:30 Principles of Management (Workshop)
  • Donnerstag:
    • 13:30 – 15:30 Human Computer Interaction (Workshop)

Wie man sieht lässt es sich doch ganz gut aushalten, vor allem der freie Freitag ist natürlich extrem gut. Ich konnte zwar noch keinen Gebrauch von meinem langen Wochenende machen, jedoch ist jeden Donnerstag in der Student Tavern „Crazy Thursday“. Das ist normalerweise der Tag an dem am meisten los ist und auch alle in die Tavern gehen. Alle zwei bis drei Wochen gibt es eine Mottoparty mit ganz tollen Themen: Pretty in Pink, Occupation Night, Naughty Or Nice… Wer wissen will wie das dann aussieht darf gerne Mal einen Blick in die entsprechende Galerie werfen :)

Auf jeden Fall sind diese Partys doch immer recht exzessiv und ich bin froh Freitags nicht raus zu müssen. Der einzige Nachteil mit den Parties ist dass sie, da die Tavern auf dem Campus ist, um Mitternach vorbei ist und man von freundlichen Securities rausgeschmissen wird. „Kein Problem“, denkt man sich da als Neuling, machen wir einfach im Student Village Party. Aber Fehlanzeige, denn auch dort kreuzen Securities die einen freundlich darum bitten zurück in seine (eigene) Wohnung zu gehen. Na gut, letzter Versuch, alle gehen zu irgendjemandem nach Hause um dort weiter zu feiern, aber auch das bleibt einem meistens versagt weil entweder die Mitbewohner sich beschweren, die Securities es mitbekommen oder ein RA (Residential Administrator) es mitbekommt und die Leute rausschmeisst. Inzwischen haben alle kapiert dass es einfach nicht erwünscht ist im Village länger als bis um 12 Party zu machen, was natürlich nur eins bedeuten kann: früher anfangen!

Am Wochenende zieht es uns dann meistens nach Freo. Freo heisst eigentlich Fremantle, aber die Australier haben eine unglaubliche Freude daran, Wörter abzukürzen. So heisst Fremantle eben Freo, afternoon heisst arvo, der bathroom wird zum loo und das middle-sized beer (285ml) hört auf den wunderbaren namen middy. Whatever, ich sprach vom Wochenende. Da geht es wie gesagt nach Fremantle in einen der vielen Clubs (die da sind: Harbourside, Metro, Newport, Sail & Anchor) oder aber (jedoch seltener, weil Taxi teurer) nach Perth, genauer gesagt nach Northbridge, dem Partystadtteil.

Nachteil der Fremantle-Clubs ist dass alle recht schick sind und gräßliche Hip Hop / Technomusik haben. Glücklicherweise gibt es das Newport wo immer die ein oder andere Coverband zu finden ist und ein paar kleine Nebenräume die immerhin 80er-Mucke spielen. In Perth siehts schon besser aus, da gibts dann z.B. den Amplifier mit vielen Livebands und guter Musik. Einen Ersatz für die Rockfabrik habe ich aber noch nicht gefunden. Ist aber auch gar nicht so schlimm, da kommt ja eh immer nur die gleiche Musik.

So, das wars auch schon wieder für heute, denn ich muss jetzt noch einkaufen gehen aus zwei Gründen:

  1. Im Moment habe ich gerade Besuch von einem gewissen Herrn Metzger, besser bekannt als Fetze. Der hat sich nach seinem Praxissemester in Südkorea gedacht „Schaun wir doch mal beim Fitsch vorbei“, und so ist er jetzt hier. Da er aber am Donnerstag schon wieder abhaut werden wir heute abend für ein paar Leute gutes deutsches Essen zubereiten. Wa, das wissen wir noch nicht, daher geh ich jetzt mal in den Supermarkt und kuck was es hier so alles gibt (ausser „Original German Sauerkraut“, das sehr teuer ist und nicht gerade lecker…).
  2. Ich gehe am Freitag auf einen 10-tägigen Trip in den Nordwesten, organisiert von der Uni. Dafür brauch ich noch diverses Zeug wie Sonnencreme, Kopfbedeckung und Moskitonetz. Zum Trip schreib ich dann das nächste Mal was, auf jeden Fall bin ich schon very excited!

Es grüßet,

Fitsch





Endlich geschafft…

18 09 2006

Hallo Welt!

Nach langem warten habe ich es heute endlich geschafft mit meinem Blog anzufangen um alle, die es interessiert, auf dem laufenden zu halten was mir hier down under so alles passiert oder auch nicht passiert. Zu Beginn hatte ich einfach keine Zeit etwas zu schreiben weil es viel zu viel tolle neue Dinge gab. Danach hatte ich keine Lust all das bereits erlebte wieder aufzubereiten, aber wie jeder weiß wird’s vom warten nicht wirklich besser. Jedoch habe ich mich entschieden nicht alles nachzuerzählen was bis jetzt passiert ist sondern nur mal einen groben Überblick zu geben und dafür ab jetzt regelmäßig (versprochen) von den aktuellen Ereignissen zu berichten.
Hier also nun der (extrem grobe) Überblick über bisher erlebtes:

  • Anreise: der Flug mit Emirates lief absolut reibungslos, ohne irgendwelche Anschläge, Abstürze oder Entführungen. Weiterhin gab es wirklich gutes Essen an Bord (Speisekarte gibts in der Galerie zu sehen) und ich durfte feststellen was Hitze wirklich ist. „Ladies and Gentleman, we just arrived at Dubai International Airport. It is 6.30 am and the temperature is at 35 degrees“. Na Danke sag ich da nur. Kombiniert mit einer Luftfeuchtigkeit die ungefähr vergleichbar ist mit den wohlbekannten Kühltürmen zu Philippsburg war das schlichte Ergebnis: Schwitzen! Gott sei Dank aber nur drei Minuten bis wir in den klimatisierten Bus einstiegen und in den klimatisierten Flughafen gebracht wurden. Einziges Manko an der Reise war, dass ich feststellen musste dass ich im Flugzeug nicht gut schlafen kann, was bei so einem langen Flug natürlich recht schlecht ist, aber wie man sieht habe ich überlebt.
  • Orientation: die erste Woche, Orientation Week, war recht locker und bestand hauptsächlich aus dem Ausfüllen diverser Formulare und dem sich-auf-dem-Campus-verlaufen. Aber sowas kann schonmal passieren, immerhin komme ich von einem 10.000-Einwohner-Dorf (Fuwa) in eine 13.000-Studenten-Uni. Da geht so ein Dorftrottel wie ich dann schonmal verloren. Ansonsten zeichneten sich die ersten Wochen durch extrem gutes Wetter aus, obwohl wir ja mitten im Winter hier angekommen sind. Die ersten zwei Wochen lieferten jedoch durchgehenden Sonnenschein, was mir natürlich eher weniger ausgemacht hat. Inzwischen hat sich das Wetter aber „normalisiert“ und Regen und Sonnenschein reichen sich täglich die Hand.
  • Studium: da ich hier jetzt an einer „echten Uni“ bin gibt sich auch das Studium etwas anders. Anstatt 8 Fächern habe ich nur drei pro Semester, dafür aber ungefähr doppelt soviel Arbeit wie zu Hause. Was mir aber eigentlich nichts ausmacht. Zu jeder Vorlesung gibt es einen Workshop oder ein Tutoriat, und überraschenderweise macht die Klausur am Ende des Semesters meistens nur um die 55% aus. Der Rest der Note besteht aus Teilnahme in den Workshops sowie irgendwelchen Journals oder Assignments (Ausarbeitungen). Insofern bin ich damit ganz glücklich, da ich so schon eine gute Vorbereitung auf das Thesis-schreiben nächstes Semester bekomme, da hier großer Wert auf wissenschaftliches Arbeiten und exzessives zitieren (natürlich nach Harvard-Style) gelegt wird. Damit ihr auch wisst was ich so mache, hier meine Kurse:
    • Principles of Management: Managementpraxis, Business ethics, cross-cultural management, motivation, psychological principles of management…
    • Human-Computer Interaction: Design und Evaluation von Informationssystem, interaktiven Produkten und Spielen, Webseiten etc.
    • Communication, Technology and Policy: Industrialisierung von Massenmedien, historische, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge zwischen Medien und Gewerbe

So, das mal als erster Überblick, ich werde heute abend oder morgen weiterschreiben um euch weiter einen Überblick zu geben. Jetzt muss ich aber aufhören, denn Megan sitzt hier in meinem Zimmer und wartet darauf dass ich fertig werde damit wir einkaufen gehen können. Ich hatte nämlich auch noch kein Mittagessen :)

In diesem Sinne, immer frisch bleiben!!!

Fitsch