Student Village adé

26 11 2006

Es ist soweit. Alles was noch in meinem Zimmer steht ist mein Rechner von dem aus ich diesen letzten Beitrag schreibe. Nicht den letzten generell, aber den letzten von hier. Es sind schon fast ale ausgezogen und es wird hier echt einsam. So viele Abschiede in so kurzeer Zeit machen einem dann doch schon schaffen. Aber irgenwie geht das schon. Habe jetzt alle meine Putzpflichten hier in der Wohnung erfüllt und alles was ich noch tun muss ist Staubsaugen. Wie’s dann weitergeht? Keine Ahnung.

Gestern ist meine Mutter gekommen, sie bleibt für ca. 3 Wochen hier.

Ausserdem gibt es einen Grund zum feiern: der 1000. Besucher war gestern auf meinem Blog. Vielen Dank für das Interesse.

Wann es den nächsten Beitrag gibt weiß ich nicht weil ich nicht weiß wann ich wieder an Internet komme. Vermutlich spätestens Donnerstag. Bis dahin.

Fitsch





Ende gut, alles gut!

22 11 2006

Jawoll, heute habe ich meine letzte Klausur geschrieben. Jetzt noch den Rest der Woche mit den Leuten hier geniessen bevor die meisten heim gehen und dann heissts erstmal: Besuch von Mama für drei Wochen. Thema heute ist aber: Klausuren in Australien.

Davon hatte ich zwei Stück, beide davon in der Sporthalle. Da werden dann bis zu vier Kurse reingepackt die alle gleichzeitig ihre Klausur (meistens drei Stunden) schreiben. Die Sporthalle ist auch schön klimatisiert. Allerdings ist die Klimaanlage eher für 30 Sporttreibende anstatt für 400 denkende Studenten ausgelegt, und daher heisst es recht schnell: schwitzen und um Sauerstoff ringen. Da macht das Klausurschreiben doch gleich doppelt so viel Spaß. Ausserdem gibt es auch noch andere schöne Regeln:

  • Mit an den Tisch dürfen nur Schreibsachen sowie ein Ausweis und etwas zu trinken
  • Alles andere, auch Taschen etc. müssen am Eingang abgegeben werden
  • Auf dem Tisch dürfen sich nur die Schreibsachen befinden. Alles andere auf den Boden
  • Als Getränk ist ausschließlich (!) Wasser erlaubt. Kein Saft, kein Cola, nichts. Keine Ahnung warum. Immerhin könnte man ja noch ne Flasche Wodka reinschmuggeln, sieht ja gleich aus.
  • Dann gibt’s 10 Minuten reading time während der man die Aufgaben lesen darf und manchmal auch Notizen machen. Aber nicht immer.
  • Und dann gehen die drei Stunden los. Von jedem wird der Ausweis geprüft und los gehts
  • Manche Kurse (z.B. der eine der mit mir heute in der Sporthalle war) haben dann auch ganz lustige Regeln. „Aufgabe A und B sind verpflichtend. Bitte Aufgabe A in das grüne Antwortenheft, Aufgabe B in das blaue. Zwischen C und D dürft ihr auswählen. Wählt ihr C nehmt das graue Antwortenheft, nehmt ihr D dann das rosane.“ Aha.
  • Man darf den Raum nicht ohne Aufsicht verlassen, bzw. nicht mal vom Tisch aufstehen. Handzeichen und einer der ca. 10 Betreuer kommt angespurtet
  • Während den ersten 30 und den letztenzehn Minuten darf niemand den Raum verlassen
  • Achso, essen darf man natürlich auch nix

Ihr seht also, Spaß pur. Die Klausur lief trotzdem einigermassen OK und ich werde jetzt mal den Abend genießen. Euch noch nen schönen Tag und versucht nicht mich morgen anzurufen. Werde den ganzen Tag am Strand liegen :)





Rottnest Island

17 11 2006

Da bin ich wieder, hat mal wieder etwas länger gedauert, aber da ich im Moment keine Kamera habe und ich euch die Bilder nicht vorenthalten wollte musste ich erstmal von anderen Leuten Bilder zusammensuchen. Die Bilder gibt’s – wie immer – unter Bilder (oben rechts). Höhö.

Also, am Freitag ging’s los, um 11:30 auf die Fähre nach Rottnest. Wetter war (natürlich) nicht so gut, hat uns aber wenig gestört es sollte Samstags besser werden. Die See war dann auch etwas rau, und da die Fähre eine Schnellfähre war, war das Übersetzen dann auch von diversen Sprüngen, Rüttlern und Schwankungen (heisst das so?) gezeichnet. Riesenspaß! Dort dann mit dem Shuttlebus nach Kingstown (nicht zu verwechseln mit Kingston in Jamaica) und in unser Logement – die Kingstown Barracks. Wie der Name sagt sind das alte Militär-Baracken, sprich einfach nur ein Raum mit 14 Betten und das wars dann. Soll uns ja aber reichen.

Nachdem sich jeder halbwegs eingerichtet hatte gings los in den Haupt-Vergnügungsbereich mit Pubs und Restaurants. Dort dann erstmal einen Jug (Westaustralisch für Pitcher) Bier gekauft und sich des Lebens gefreut. Zufällig (dank unserer hübschen Mädels) haben wir dann 3 Australier kennen gelernt. Diese haben uns nicht nur Reisetipps für die Ostküste gegeben sondern auch noch alles trinken bezahlt. In Zahlen: 10  Jugs Bier und 3 Jugs Bundy-Cola (Bundy: abk. für Bundaberg, beliebter australischer Rum). Juhee, da fing der Aufenthalt doch gleich mal sehr gut an. Danach wollten uns die netten Australier unbedingt einen „secret beach“ zeigen, und wir, nicht besseres zu tun, natürlich mit. Auf dem Weg dorthin haben sie uns dann gleich nochmal nen Pack Bier (=24 Flaschen) gekauft. Der secret beach war natürlich nicht ganz so secret, aber zumindest an dem Tag waren wir allein. Kein Wunder, wer will schon mit 3 angetrunkenen Australiern und 14 angetrunkenen Studenten seine Zeit verbringen…

Auf dem Rückweg gab’s dann nochmal eine Kiste spendiert, aber irgendwie haben wir dann die netten Australier verloren. Immerhin hatten wir das Bier noch. Also zurück in die Barracken und dort eine intensive Nacht im Kreise von Freunden verbracht. Schlauerweise hab ich beim Aus-dem-Bett-klettern dann auch gleich mal ne Sprosse verfehlt und bin in einem kleinen Schränkchen gelandet, was dazu geführt hat dass meine Hüfte die nächsten 5 Tage geschmerzt hat und ich meinen Ellbogen am nächsten Tag nicht bewegen konnte. Schön war’s aber allemal.

Am Tag 2 hieß es dann Fahrräder ausleihen und die Insel erkunden. Dabei hab ich festgestellt dass Rottnest wirklich ein sehr schönes Fleckchen Erde ist, mit vielen kleinen Stränden, leider aber auch vielen Touristen.War dann aber auch nur halb so schlimm. Einziges Manko des Tages: das Wetter war immernoch nicht besser. Wir fuhren also ne ganze Weile bis zu „Green Island“ weil da einige unbedingt hinwollten. Endlich angekommen sind wir vom Fahrrad abgestiegen und – quel surprise – es fängt an zu regnen. Egatrotzdem mal noch ne Weile am Strand verbracht. Natürlich wurde das Wetter besser 5 Minuten nachdem wir weitergefahren sind, aber so ist das Leben eben. Der Abend wurde dann bei riechlich Nahrung (fest und flüssig) im Pub und danach wieder in unserer Barracke verbracht. Ende des Liedes war das Tim, nicht mehr ganz Herr seiner Sinne, mit dem Feuerwehrschlauch in unserem Zimmer stand. Den Rest könnt ihr euch ja denken :)

Tag drei war dann endlich mal gutes Wetter, was Joyce und ich mir zunutze gemacht haben um früh aufzustehen und den ganzen Tag zusammen am Strand zu verbringen bis wir schließlich um 4 nach Fremantle fuhren und dort müde in unsere Betten fielen.

Achja, ihr fragt euch jetzt: wer ist diese Joyce? Tja, wer ist sie… Ich sag mal: ein sehr sehr nettes Mädchen aus St. Louis / USA. Ende.





Rundmails in Australien

9 11 2006

Wenn man in Australien mal ne Rundmail von der Uni bekommt, dann aber auch eine die authentisch australisch, oder wie man hier sagt „true blue“, ist. Ich zitiere:

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General Announcement: Snake Activity on Campus

Authorised by: Craig Spence, Director – Commercial Services
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The return to warmer weather has resulted in increased snake activity on campus. The most common are the tiger snake, brown snake and the dugite. Bobtail lizards are also active.

Snakes and lizards will normally avoid any human contact and will move away when approached. Should a snake be located where it may cause someone harm, please contact Security Services on telephone 9360 6262.

Thank you

Da fühlt man sich doch gleich viel sicherer. Die brown snake ist mir jetzt auch schon zwei Mal über den Weg geschlängelt, und um euch wie immeretwas nützliches beizubringen hab ich gleich mal nachgeschaut was die so kann. Hätte ich wohl besser bleiben lassen:

Die Westliche Braunschlange, die in bestimmten Regionen Australiens vorkommt, gilt als eine der giftigsten Schlangen weltweit. Sie gehört zur Familie der Giftnattern und zur Gattung der Braunschlangen.

Die Westliche Braunschlange erreicht eine mittlere Länge zwischen 1,50 m bis 1,80 m, maximale Längen um 2 m wurden beobachtet. Die Färbung und Muster der Schlange sind stark variabel.

Wie die meisten australischen Giftschlangen besitzt das Gift der Westlichen Braunschlange 3 Giftkomponenten mit unterschiedlicher Menge und Wirkung:

Neurotoxin
Die Hauptkomponente des Gifts dieser Schlange ist ein auf die Nerven wirkendes. Die Folge ist eine vollständige Lähmung. Es sei erwähnt, dass moderne Giftgase auf eine vergleichbare Art wirken.

Wirkung auf die Blutgerinnung
Das Gift dieser Schlange enthält einen so genannten Prothrombinaktivator. Das ist ein Protein, das die Umwandlung von Prothrombin in Thrombin in Gang setzt bzw. beschleunigt (katalysiert), und zwar mit einer extrem starken Wirkung. Die betroffene Person wird so zu sagen zu einem „Bluter“.

Myolytische Wirkung
Bestimmte Proteine im Schlangengift zerstören das Skelettmuskelgewebe. Verantwortlich dafür sind so genannte Proteasen, die das Muskelgewebe und auch das Muskelgewebe des Herzens regelrecht auflösen.

Sollte es für eine längere Zeit keinen Blogeintrag mehr geben wisst ihr jetzt ja warum. Aber nicht zu nervös werden, denn morgen geh ich übers Wochenende erstmal nach Rottnest Island. Sehr toll. Bericht folgt…





Der Anfang vom Ende

5 11 2006

Also, bevor ich jetzt irgendetwas anderes schreibe erstmal ein richtig großes DANKE an alle Leser dieses Blogs. Ich habe keine Ahnung wer hier vorbeischaut und wie oft, aber an meiner Statistik kann ich sehen dass ich die letzten Wochen zwischen zehn und 54 (!!!!) Besucher pro Tag hatte. Vielen vielen Dank! Übrigens dürft ihr dann auch gerne mal Kommentare schreiben wenn euch danach ist :)

So, hab schon ne Weile nix mehr geschrieben, vor allem nicht über den Nordwest-Trip und die Erinnerungen schwinden so langsam, das Problem ist nur dass nach Tag 5 meine Kamera verreckt ist. Genauer gesagt funktioniert der Power-Button nicht mehr, und ohne Power-Button ist so eine Kamera zwar immernoch schick aber doch recht nutzlos. Schuld daran (so meine Expertenmeinung) ist der gemeingefährliche Outbackstaub. Sehr fein und gefährlich für alles elektrische sind ihm auf dem Trip fünf Kameras zum Opfer gefallen. Daher bin ich im Moment dabei von anderen Leuten Bilder zusammenzusuchen damit ich die hier hochladen kann. also noch ein kleines bisschen Geduld. Montag bring ich dann auch endlich meine Kamera zur Reparatur, hat ne ganze Weile gedauert hier einen Laden zu finden der das macht. Und als ich dann einen gefunden habe hats geheissen „Wir reparieren keine Kameras. Schon gar keine SONY. Dafür müssen Sie nach …..“. Also muss ich jetzt morgen mit dem Bus nach Perth rein um endlic wieder Bilder machen zu können.

Wird aber auch Zeit, denn hier ist der Anfang vom Ende. Zwar bleibe ich noch bis Ende Januar hier, jedoch war am Freitag der letzte Vorlesungstag. Jetzt ist eine Woche frei, danach Klausurezeit und danach (für mich) Urlaub. Erst hier, dann an der Ostküste. Plan ist noch im entstehen. Der Anfang vom Ende aber deswegen weil so ziemlich alle Leute mit denen ich hier rumhänge Amis sind und die alle direkt nach Semesterende (also Ende November) heimgehen. Das heisst die große Partysause ist dann auch für mich mangels Begleitung Ende November vorbei. Also jetzt die letzten Wochen nochmal richtig genießen mit all den tollen Leuten hier. Danach kommt dann erstmal Mutti für drei Wochen :) Achja, ich wohne dann nicht mehr hier im Student Village sondern in nem normalen Haus. Mit Swimmingpool und Hängematte :)

Details folgen…