Nachdem wir Weihnachten erfolgreich hinter uns gebracht haben hiess es ab nach Townsville und dann mit der Faehre auf Magnetic Island. Doch wie kommt man nach Townsville? Richtig, mit dem Bus. Wir haben uns bei den australischen Greyhound-Bussen eingebucht und legen mit denen die gesamte Strecke Cairns-Sydney zurueck. Fuer sagenhafte 350 $. Da kann kein Mietwagen mithalten. Die Busse halten an allen moeglichen Touristenorten und man kann seine Reise flexibel online Planen. Wenns einem also irgendwo gefaellt bleibt man noch drei Tage, wenns langweilig ist bucht man noch den naechsten Bus am gleichen Tag. Die Busse sind ziemlich neu, klimatisiert und haben richtig viel Beinfreiheit was natuerlich sehr angenehm ist. Wir reisen meistens ueber Nacht da wir uns somit das Geld fuer die Unterkunft sparen koennen. Die Busfahrer sind auch sehr nett und immer zum scherzen aufgelegt. „Sollten Sie irgendwelche Fragen haben, sie finden mich ganz vorne im Bus. Ich bin noch die naechsten 15 Minuten wach“. Aha.
Um 7 morgens waren wir dann in Townsville um um 9 mit der Faehre nach Magnetic Island ueberzusetzen. Magnetic Island ist uebrigens nicht magnetisch. Jedoch hat das Captain Cook gedacht, denn als er anno dazumals an dieser Insel vorbeisegelte spielte sein Kompass verrueckt. Daher der schoene aber unwahre Name.
Auf Magnetic Island gabs dann alles moegliche zu tun und sehen: Ein Brunch mit Koalas, Schlangen und Baby-Krokodilen (unter Aufsicht natuerlich). Danach eine Fuehrung durch den Wildlife-Park mit Koala im Arm halten und Schlange auf der Schulter tragen. Interessante Erfahrung. Dann natuerlich ein bisschen an den Strand, aber wie ueberall an der Ostkueste konnte man nicht ins Wasser wegen Quallen etc. Im Anschluss haben wir uns auf einen der vielen Walking Trails gewagt. Dieser verlief durch Eukalyptuswaelder einen Berg hoch, vorbei an etlichenRuinen frueherer Militaergebaeude. Was genau das aber war haben wir nicht rausgefunden. Eigentliches Highlight des Trails war dann aber eigentlich dass man dort gelegentlich wilde Koalas sehen kann, und wir hatten tatsaechlich Glueck und konnten eine Koala-Mama mit Nachwuchs sehen.
Am zweiten Tag haben wir uns dann dazu entschieden ein Auto zu mieten da es ansonsten recht schwer ist auf der Insel herum zu kommen. Dabei gab es zwei Alternativen: Entweder ein Topless, das sind kleine Buggy-Cabrios, oder aber einen Jeep. Topless sehen cool aus und machen Spass, dafuer kann man mit dem Jeep aber auf Strassen fahren die fuer die Buggies nicht zugelassen sind. Wir haben uns dann fuer den Jeep entschieden und ich habe mich auf der Stelle verliebt. Ein LandRover Discovery, riesig gross und ein grandioses Motorengeraeusch. Ganz zu schweigen von dem Spass auf unbefestigten Strassen zu fahren
In so einem Auto fuehlt man sich doch ganz anders als in seinem Opel Kombi…
Wir folgten dann einer der unbefestigten Strassen an den West Point, den westlichsten Punkt der Insel wo man den Sonnenuntergang sehen kann. Den kann man zwar ueberall sehen, aber hier ist er praktisch ueber dem Wasser… mehr oder weniger. Die Sache mit der Ostkueste ist dass es eigentlich keinen Sonnenuntergang ueber dem Wasser gibt. Aber auf einer Insel immerhin einen Pseudo-Sonnenuntergang den wir uns dann auch angeschaut haben. Leider war es recht bewoelkt und die Aussicht bescheiden, dafuer wurden wir aber anderweitig unterhalten: Ein Australier war mit seinem Segelboot zum segeln gefahren und war direkt vor uns gekentert. Also nicht direkt vor uns in 5 Metern sondern eben in unserer Sichtweite, allerdings zu weit um hin zu schwimmen. Nach 10 Minuten kam ein anderer Australier an den Strand, hat sich eines der Motorboote (sein eigenes) geschnappt und ist dem andere zu Hilfe gekommen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen das Boot aufzurichten kam ein Boot der Kuestenwache, richtete das gekenterte Boot auf und schleppte es ab. Wie sich rausgestellt hat war der Skipper betrunken und es war nicht das erste Mal dass er aus dem Wasser gezogen wurde. Also, wie man sieht, Alkohol am Ruder ist auch nicht viel besser.
Am naechsten morgen habe ich mich dann nochmal auf ein paar unbefestigte Strecken zu entlegenen Straenden begeben, aber mehr um des Fahrens Willen wie aufgrund der Straende. Linda und Anneli haben die Zeit am Pool verbracht, und nachdem ich zurueck war sind wir mit der Faehre zurueck aufs Festland, womit unser 2-Tagestrip beendet war. Fuer mehr Impressionen bitte Bilder ankucken!