Meine USB-Festplatte…

25 04 2007

Fraser…spinnt etwas und die Bilder von Stockholm wurden irgendwie nicht kopiert. Als Entschädigung hab ich allerdings neue Australien-Bilder hochgeladen, auch wenns schon ne ganze Weile her ist. Dieses Mal: Fraser Island. Ankucken: hier





Gör världen lite snyggare – Stockholm live

24 04 2007

Jaja, ich weiß – es hat mal wieder länger gedauert. Zu meiner Verteidigung kann ich jedoch sagen dass ich 1. hoch motiviert bin zu bloggen, jedoch 2. im Moment mit meiner Thesis so viel um die Ohren habe dass ich kaum noch zu etwas anderem kommen. Trotz allem hab ichs jetzt endlich geschafft, also los gehts:

Freitag, 13.04.2007: Mal davon abgesehen dass ein Freitag der 13. optimal ist um zu fliegen lief eigentlich alles ganz glatt. Der Weg nach Frankfurt-Hahn ist allerdings eine Qual wenn man keinen Fahrer hat und selbst nicht fahren will. Der Weg stellt sich wie folgt dar: Mit dem Auto von Wiesental nach Kronau, von dort mit dem Zug nach Heidelberg, von dort mit dem Bus nach Hahn, von dort mit dem Flieger nach Stockholm. Das ganze hat mit Wartezeit ca. 6 Stunden gedauert, aber egal, ich hab ja Zeit ;) Die Entschädigung gabs schon am Flughafen in Hahn. Ich sitze nichtsahnend auf der Treppe vor dem Flughafen und esse einen HotDog von einem „Amerikaner“ mit echtem „Akzent“, als vor mir ein Bus hält und – Tadaaaa! – eine schwedische Frauenfussballmannschaft aussteigt. Alter geschätzt 17 Jahre. Gute Vorzeichen für meine Reise. Der Flug war dann etwas spät, so dass ich mir noch einen Entspannungs-Cola-Asbach am Gate gönnen konnte. In Stockholm wurde ich dann von Linda abgeholt und zu ihr nach Hause gebracht wo ich – nach etwas Knäckebrot mit Käse – gleich ins Bett fiel.

Samstag, 14.04.2007 – Wir (Linda und ich) sind früh aufgestanden um uns heute Stockholm anzuschauen. Also mit Bus und U-Bahn in die Innenstadt und Schweden-flair eingesogen. Das Wetter war auf meiner Seite und wir hatten am ganzen Wochenende gute 23 bis 28 Grad. Dementsprechend voll war es dann aber auch in der Innenstadt, vor allem in der Gamla Stan, der Altstadt. Dort noch das ungefähr größte Softeis der Welt gegessen bevor es mit der Fähre auf die andere Seite von Stockholm geht. Ein kleines bisschen erinnert die Gegend dort an Hamburg. Zumindest solange niemand redet :) Auf der anderen Seite zog es uns dann ins Vasamuseet, da ist allerdings kein Knäckebrot ausgestellt sondern die „Vasa“, ein sehr sehr altes Holzschiff das bei seiner Jungfernfahrt im Stockholmer Hafen versank (haha) und nach 333 (!) Jahren wieder geborgen wurde. Aufgrund des besonderen Schlammbodens im Stockholmer Hafen wurde das Holz jedoch nicht angegriffen sondern konserviert, und so ist das Schiff noch unglaublich gut erhalten. Es ist saugroß und man fühlt sich als würde jeden Moment Jack Sparrow auf Deck erscheinen. Ein wirklich beeindruckendes Teil. Danach ging es dann wieder Richtung Innenstadt wo wir uns an ein gemütliches Cafe am Wasser setzen und ein Bier / einen Cider genossen. Ausserdem wieder einer dieser Momente wo mir bewusst wurde, dass die ganzen Geschichten über Schwedinnen doch nicht aus der Luft gegriffen sind. Die sehen echt gut aus! :) Tja, danach gings wieder nach Hause wo ich mich kurz der Kunst des Powernappings verschrieb um danach mit Linda und ihren Freunden in ihren Geburtstag zu feiern. Es gab Bowle, ein Barbeque und sogar VB (=Victoria Bitter, australisches Bier *g*). Hier sei gesagt dass ich der schwedischen Sprache in keinster Weise mächtig bin, was aber nix macht denn die sprechen alle vorzügliches Englisch. Das liegt zum Großteil wohl auch daran dass in Schweden nur schwedische Filme auf schwedisch sind. Alles was Hollywood oder sonst einen Namen trägt wird im Originalton mit Untertiteln gezeigt. Für mich war das natürlich toll, denn sobald ich zu irgendwelchen Leuten kam schalteten die  – mal eben – von Schwedisch auf Englisch um. Beeindruckend. Nach der Pre-party gings dann ab in die Stadt wo wir uns in einem Club vergnügten. Hier bekam ich dann auch zum ersten Mal die wohlbekannten schwedischen Alkoholpreise zu spüren – 50 Kronen für ein Bier, also 5 €, sind schon ne ganze Menge. Der Club war ganz nett, vor allem die Musikmischung war wiklich interresant. Von üblem HipHop über schwedische Schlager bis zu Michael Jackson war hier alles vertreten was irgendiwe tanzbar (im Sinne von Arschwackelbar) ist. Meine Wenigkeit hat sich dann doch eher dem kulturellen Austausch hingegeben. Zum Beispiel dem Snus. Snus ist ein kleines Zellstoffpäckchen gefüllt mit Tabak dass man sich als echter Schwede hin und wieder unter die Oberlippe klemmt und dort ein Weilchen seinen Geschmack entfalten lässt. Riecht wirklich abstoßend, aber schmeckt ganz interessant. Auf Nichtraucher wie mich hat es dann auch noch eine doch recht schwindelerregende Wirkung – im angenehmen Sinne. Nach ausgiebigem Snus- und Biergenuss ging es dann wieder gen Heimat, wo wir so gegen halb 5 morgens ankamen.

Sonntag, 15.04.2007 – Heute war Lindas offizieller Geburtstag und wir verbrachten den ganzen Tag damit auf der Veranda zu sitzen und zu essen und trinken. Mit dabei waren ein paar von Lindas Verwandten (auch Anneli, Reisegenossin #2 von der Eastcoast) plus ihre Nachbarin mit Verwandtschaft, da auch die heute Geburtstag hatte und 18 wurde. Mit dabei natürlich auch die zwei Familienhunde Fife (gesprochen wie engl. five) und Puk (wie das Eishockeyding) , zwei Cockerspaniel erster Klasse. Der eine sehr zutraulich und spielfreudig (Fife), der andere der größte Schisser der Welt (Puk). Welcher Hund rennt schon weg wenn die Kamera den Blitz aufklappt? Nach diesem absolut unproduktiven, dafür aber sehr entspannten Tag gings dann noch mit den Hunden Gassi und ich konnte etwas „Urlaubsbroschüren-Schweden“ sehen. Linda wohnt nämlich auf Ekerö, einer kleinen Insel auf der auch die Königin und der König wohnen. Dort gibt es ganz viele kleine Holzhäuser in gelb, grün, rot, blau und bunt nebst vielem Wasser, Schilf, Bootsstegen und was man eben so alles mit Schweden verbindet. Wirklich wirklich schön. Zum Abschluss des Tages sagte mir Lindas Vater dann noch dass er mich am nächsten Tag an den Flughafen fliegen wird. Yeeehaaa!

Montag, 16.04.2007 – Der letzte Tag. Wir gingen nochmal in die Innenstadt wo ich mir auch noch zuletzt einen schwedischen H&M anschaute. Davon gibts dort nämlich an jeder Ecke einen. Einer für dünne Frauen, einer für dicke Männer, einer für Kinder, einer für Menschen die gern grün tragen und so weiter. Davon ist jeder einzelne doppelt so groß wie ein Durchschnitts-H&M in Deutschland. Gekauft hab ich aber trotzdem nicht. Zu viel Auswahl ist einfach nix für mich :) Nachdem wir zurück waren gings ab aus Airfield. Lindas Vater ist nicht nur Luftfahrtingenieur sondern auch Pilot. Zuerst ging es in seinen Hangar wo er mir sein Flugzeug zeigte. Das hat er selbst gebaut. Nein, es ist nicht aus Plastik und hat auch keinen Matell-Schriftzug. Lindas Vater hat sich einen Traum verwirklicht und in langer Arbeit aus einem Bausatz ein Sportflugzeug gebaut. 11 Jahre lang hat er daran gearbeitet und es hat gerade seine ersten Flugstunden hinter sich. Ein wirklich schönes Teil, und bewundernswert dass jemand 11 Jahre lang für die gleiche Sache motiviert sein kann. Da das Flugzeug jedoch noch im Erprobungszustand ist darf da keiner außer ihm selbst mitfliegen. Also holten wir uns die Gemeinschafts-Cessna des Fliegervereins und los gings. Gestartet wurde auf einer kleinen Rasenstartbahn in der Mitte von nirgendwo. In der Luft dann ein einmaliger Ausblick auf die schwedische Landschaft mit Wäldern, Seen, und Feldern. „You do the rest“ höre ich da plötzlich aus meinem Kopfhörer. Ich drehe mich um und sehe, dass Lindas Vater es ernst meint. Ich nehme also wagemutig den Steuerknüppel in die Hand und – fliege. Eine dreiviertel Stunde lang, die ganze Strecke bis zum Flughafen Stockholm Skavska. Mit Kurvenfliegen und allem was dazugehört. Ein wirklich perfekter Abschluss, und hätte ich Geld würde ich sofort einen Flugschein machen. Fliegen ist einfach richtig toll, vor allem wenn man es selbst macht :) Tja, zu Guter letzt landeten wir dann mit unserem winzigen Flugzeug auf der riesen Landebahn in Skavska. Mit dem Flugzeug an den Flughafen gebracht. Ihr könnt euch vorstellen wie wichtig ich mich fühlte. Da ich trotzdem mein Gepäck tragen musste verschwanden die Starallüren dann aber doch recht schnell, auch wenn wir – richtig „wichtig“ – durch den Hintereingang mit Zahlencode und allem drum und dran in den Flughafen kamen. Dann von Linda und ihrem Vater verabschieden, noch drei Päckchen Snus kaufen und auf gehts zurück nach Deutschland.

Tja, das wars dann auch, Bilder werde ich gleich morgen im Geschäft hochladen damit ihr zu den vielen vielen Worten auch ein paar Impressionen kriegt. Auf jeden Fall war es ein sehr sehr schönes und erholsames Wochenende, ich habe viele tolle Leute kennengelernt und bin ein Flugzeug geflogen. Wenn eines sicher ist, dann dass das nicht mein letzter Besuch bei Linda war!





Ich bin dann mal in Stockholm

13 04 2007

Kaum aus Australien zurück, schon ruft mich wieder die große weite Welt! Diesesmal allerdings nur für ein verlängertes Wochenende von Freitag bis Montag. Und auch nicht mehr um die halbe Welt sondern „nur“ bis ins schöne Schweden.

Dort bin ich nämlich bei der Linda auf Geburtstag eingeladen. Fleißige Blogleser wissen jetzt natürlich sofort wer das ist. Den nicht so fleißigen sei gesagt: Linda hat mir mir nicht nur an der gleichen Uni in Australien studiert, und sie war dort auch nicht nur meine Nachbarin, sondern sie ist auch vier Wochen lang fast die komplette Ostküste mit mir entlanggereist. Ganz nebenbei ist sie auch noch meine platonische kleine Schwester, was daher rührt dass ich immer eine kleine Schwester wollte und sie einen großen Bruder. Passt ja!

Gepackt ist, morgen wird nochmal ein paar Stunden gearbeitet und dann geht’s mit dem Bus nach Frankfurt-Hahn und mit RyanAir ab nach Stockholm. Juhuuuuuu!